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Chronik

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Kumreut

 

 

Am 2. Dezember 1897 wurden auf Betreiben des damaligen Kumreuter Lehrers Schneider die Anwesenbesitzer von Kumreut zu einer Versammlung in das Schulhaus zu Kumreut eingeladen, um über die Anschaffung einer „Löschmaschine“ und die Bildung einer freiwilligen Feuerwehr Beschluss zu fassen.

Wie aus dem vorliegenden Protokoll zu entnehmen ist, waren von 21 eingeladenen Hausbesitzern 16 zu dieser Versammlung erschienen. Nach längere Debatte beschlossen die Anwesenden, nämlich Anton Putz, Franz Greiner, Georg Stockinger, Johann Fuchs, Johann Gsödl, Willibald Mandl, Joseph Moosbauer, Johann Bloch, Johann Wagner, Joseph Bloch, Johann Simeth, Anna Gaßeldorfer, Johann Sammer, Jakob Bloch und Joseph Bloch die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr in Kumreut und den Kauf einer vierrädrigen Saug-Druckspritze mit Requisitenkasten und 8 m Saugschläuchen bei der Firma Chr. Braun in Nürnberg zum Preis von 800 Mark. Der Kaufpreis wird in der Weise erlegt, dass 100 Mark bei der Ankunft der „Löschmaschine“ und der Rest in jährlichen raten zu 50 Mark getilgt wird.

Der erste Kommandant der Wehr war Johann Simeth, Besitzer des heutigen Seibold-Anwesens. Ihm folgte Josef Weber, der damalige Eigentümer unseres Vereinslokals, der heutigen Gastwirtschaft Gibis. Auf Joseph Weber folgte Joseph Moosbauer als Kommandant. Unter seiner Führung erhielt die Wehr im Jahre 1909 ihre erste Fahne. Am 22. August 1909 wurde in „einfacher Weise“ das Fest der Fahnenweihe gefeiert. Die Fahnenmutterstelle übernahm Frau Maria Lang, Brauerei- und Landratsgattin aus Freyung. Patenverein war die Freiwillige Feuerwehr Harsdorf. Ein Jahr später, im April 1910, verunglückte Kommandant Joseph Moosbauer bei Umbauarbeiten an seinem Stadel tödlich. Es war ein tragisches Geschick, dass sich die ein Jahr zuvor geweihte Fahne zum ersten mal über das Grab des Kommandanten senkte.

Nun übernahm Josef Bloch das Kommando. Der erste Weltkrieg kam und riss so manche Lücken in die Reihen der aktiven Mitglieder. Aus dieser Zeit fehlen leider die Unterlagen, die weitere Rückschlüsse auf die Geschichte der Feuerwehr Kumreut geben könnten.

 

Erste Aufzeichnungen finden sich erst wieder im Dienstbuch am 20. April 1919. Ab 1929 wird ein Protokollbuch geführt. Am 15. Juli 1928 wurde mit der Firma Paul Ludwig in Bayreuth der Vertrag über den Kauf einer Motorspritze geschlossen. Die Übergabe erfolgte am 9. Dezember 1928 durch Herrn Bezirksfeuerwehrinspektor Hertl aus Freyung. Der Kaufpreis betrug 2875 Reichsmark. Wie Inspektor Hertl betont, sei die Feuerwehr Kumreut eine der wenigen im Bezirk Wolfstein, die über ein so modernes Gerät verfüge.

Am 6. Januar 1929 wurde wieder eine Vorstandschaft gewählt. Johann Fuchs wurde Vorstand, Georg Peter Kommandant, sein Stellvertreter wurde Georg Poschinger, Herr Lehrer Bergmeier und Franz Greiner Kassier. Einen Monat nach seiner Wiederwahl trat Johann Fuchs am 6. Februar 1929 als Vorstand zurück. Georg Poschinger wurde zum neuen Vorstand gewählt, Johann Moosbauer wurde 2. Kommandant, Lehrer Wilhelm Bergmeier blieb Schriftführer und bekleidete dieses Amt bis zu seinem Wegzug nach München.

1938 wurde Kommandant Georg Peter vom Regierungsbeauftragen für das Feuerlöschwesen in Niederbayern abgesetzt, weil er sich, ein Mann mit christlichen Grundsätzen, trotz Verbotes mit Verein beteiligte. Im „Dritten Reich“ ist die Vereins mäßige Organisation aufgehoben worden, sie waren nunmehr „halb staatliche“ Formationen. Die Führung übernahm nun Josef Bloch. Der 2. Weltkrieg zog über das Land und 12 aktive Feuerwehrkameraden kehrten nicht mehr in die Heimat zurück. In dieser Zeit schweigt das Protokollbuch für einige Jahre. Auch die Vereinsfahne musste abgeliefert werden; zerrissen und geschändet kam sie nach dem Krieg wieder in die Hände der Vorstandsschaft zurück. Heute hat sie neu restauriert ihren Ehrenplatz im Feuerwehrhaus. Nach dem Krieg musste die Wehr von Grund auf neu aufgebaut werden. In der Versammlung am 15. Mai 1946 wurde der Vorkriegskommandant Georg Peter nach Weisungen der US-Militärregierung wiedergewählt. Trotz seines fortgeschrittenen Alters, brachte er wieder Schwung in die Reihen der Feuerwehrmänner. In der Generalversammlung am Neujahrstag 1947 wählten 27 Aktive und 26 Passive, nach demokratischen Regeln wiederum Georg Peter zum Kommandanten. Sein Stellvertreter wurde Johann Lang, als Kassier stellte sich Otto Eder zur Verfügung, als Schriftführer wurde Karl Moosbauer und als Zeugwart Max Bableck gewählt. Die Währungsreform am 20. Juli 1948 brachte die Wehr um ihr Barvermögen.

Am 6. Januar 1949 legte Kommandant Georg Peter seine Stellung in der Wehr altersbedingt nieder; er hatte die Wehr 15 Jahre lang geführt und sie zu einer der besten ausgebildeten Wehren im damaligen Landkreis Wolfstein gemacht.

 

Sein Nachfolger wurde Franz Seibold, Stellvertreter Ludwig Moosbauer, Schriftführer Karl-Werbick und Kassier Johann Bableck. Franz Seibold sorgte dafür, dass die Wehr 1950 komplett mit Schutzanzügen ausgerüstet werden konnte. Die dafür erforderlichen 500 DM hatte die Theatergruppe eingespielt, bei der Aktive der Feuerwehr mitwirkten.

Zum Jahrestag 25. Juni 1950 wurde Johann Fuchs, das letzte noch lebende Gründungsmitglied für 50 jährige Mitgliedschaft und Georg Peter, Georg Poschinger, Johann Scherer, Josef Krieger, Josef Bloch, Johann Krenn, Matthias Drexler und Johann Weiklstorfer für 40-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr geehrt.

Nachdem, wie schon berichtet, die Vereinsfahne in den Wirren des Krieges beschädigt und nahezu unbrauchbar geworden war, wurde am 27. August 1952 beschlossen, eine neue Fahne anzuschaffen. Eine Haussammlung erbrachte fast gänzlich den Kaufpreis von 1520 DM und die neue Fahne wurde im Kloster Thyrnau in Auftrag gegeben. Am 31. Mai 1953 wurde die neue Fahne von H.Pfr. Ludwig Eckl geweiht und zugleich das 50-jährige Gründungsfest gefeiert. Das Amt der Fahnenmutter übernahm Elise Boitz, Direktorsgattin vom Cabidwerk.

Leider ging dieser Festtag in regen unter, so dass bei einem Kameradschaftsabend am 25. November 1953 der Festakt nachgeholt wurde. Hauptlehrer Georg Drexler hielt die Ansprache, Kinderchor und Theatergruppe boten dar, was für den Festtag im Mai vorbereitet worden war.

Bei der Generalversammlung am 13. Januar 1957 wurde Kommandant Franz Seibold in seinem Amt bestätigt. Gewählt wurde als Vorstand Ludwig Moosbauer, als 2. Kommandant Anton Groß , Garham, als Schriftführer Ernst Groß und als Kassier Johann Holler. Am 8. Juli 1957 wurde unser langjähriger und allseits beliebter Kommandant Georg Peter beerdigt. Eine große Anzahl seiner Kameraden gab ihm das letzte Geleit.

Der 17. Mai 1958 war für unseren Kommandanten Franz Seibold und für unsere Feuerwehr ein bedeutender Tag. Der Bezirksfeuerwehrausschuss wählte ihm zum Kreisbrandmeister des ehemaligen Landkreises Wolfstein. In der Folgezeit ging Franz Seibold mit seinen Mannen mit großem Eifer daran, die Ausrüstung zu verbessern. Eine neue Tragkraftspritze TS 8/8 mit Anhänger wurde bestellt und am 27. September 1959 von der Firma Paul Ludwig in Bayreuth geliefert. Die Weihe und die Inbetriebnahme der neuen Motorspritze fand am 4. Oktober 1959 statt.

Das Jahr 1960 brachte für die Kumreuter Wehr eine Vergrößerung ihres Einzugsbereichs.

 

Im Zuge der Auflösung der Gemeinde Praßreut löste sich auch die Freiwillige Feuerwehr Praßreut auf, die Mitglieder der Orte Auggenthal, Lanzesberg, Reisersberg, Prombach, Marchetsreut und Marktberg kamen zur Feuerwehr Kumreut. Auch im Ausbildungsbereich war 1960 ein bedeutendes Jahr. Am 24. Juli 1960 erwarb die erste Löschgruppe das Leistungsabzeichen in Bronze. Als Teilnehmer sind verzeichnet: Franz Seibold, Johann Holler, Otto Eder, Willi Haas, Georg Dittrich, Ernst Groß, Hans Bableck, Johann Wurm und Willi Greiner. Im gleichen Jahr, 15. Oktober 1960 folgte bereits eine zweite Löschgruppe, welche die Prüfung zum Bronzenen Leistungsabzeichen mit Erfolg ablegte. Teilnehmer waren Karl Werbick, Max Bableck, Franz Ranzinger, Otto Bloch, Josef Blaschko, Matthias Holler, Max Brandl, Otto Haidl und Matthias Dick.

Bei den am 21. Januar 1962 abgehaltenen Neuwahlen wurde der ehemalige Kommandant der Praßreuter Wehr, Matthias Haidn, Vorstand. Kommandant blieb Franz Seibold, sein Stellvertreter wurde Otto Eder jun. Im Juli 1964 wird eine Alarmsirene angeschafft und auf dem Dach des Gasthauses Gibis montiert.

In den nächsten Jahren sind häufige Wechsel in der Vorstandschaft zu verzeichnen. 1966 wird Josef Maier Vorstand, Josef Blaschko stellvertretender Kommandant und Schriftführer ernst Groß übernimmt zusätzlich den Posten des Kassiers. 1967 wird Max Dietrich stellvertretender Kommandant.

Im Laufe der vergangenen Jahre drängte sich ein Problem immer mehr in den Vordergrund: Das alte Gerätehaus war viel zu klein. Vorstand Ludwig Moosbauer, Bürgermeister Karl Moosbauer und die Wehrmänner um Kommandant Franz Seibold gingen daran, ein neues, größeres Feuerwehrhaus zu bauen. Im Oktober 1967 konnte mit dem Bau begonnen werden. Die Raiffeisengenossenschaft stellte den Bauplatz zur Verfügung, die Feuerwehrmänner leisteten viel freiwillige Arbeitsstunden und von dem Unternehmern und Bauern kamen viele Spenden. Kommandant Franz Seibold war täglich auf der Baustelle und mauerte dort, als wäre er zeitlebens Maurer gewesen. Der Weberbauer (Josef Brandl) aus Marktberg half mit als verlässlicher Handlanger. Bereits im November 1967 wurde Richtfest gefeiert und 1969 das neue Gerätehaus fertiggestellt. 1968 gab Franz Seibold sein Amt als Kommandant auf. 20 Jahre hatte er sich für die örtliche Feuerwehr eingesetzt. Als Kreisbrandmeister war er jedoch noch einige Jahre um das Feuerwehrwesen in Kumreut bemüht. Als besondere Würdigung seiner Leistungen wird er zum Ehrenkommandanten ernannt.

 

 

Max Dietrich übernimmt das Amt des Kommandanten, Vorstand blieb Josef Maier, Johann Holler wurde zum stellvertretenden Kommandanten gewählt, Ernst Groß, seit 1957 in diesen Ämtern blieb Schriftführer und betreute die Vereinskasse.

Am 29. April 1971 trugen die Wehrmänner ihren langjährigen Kameraden und Bürgermeister Karl Moosbauer zu Grabe. In dieser Zeit war Karl Wimberberger Kommandant, Max Dietrich hatte das Amt seines Stellvertreters übernommen. Diese Mannschaft, mit dem Vorstand Josef Blaschko, bereitete das 75-jährige Gründungsfest vor, welches am 15. und 16. September 1973 stattfand. Gleichzeitig wurde das neue Gerätehaus eingeweiht. Bürgermeister Gruber war dabei wie immer ein wertvoller Helfer und Berater. Sehr bedauert wurde, dass die Fahnenmutter des Jahres 1953 , Frau Elise Boitz, nicht am Fest teilnehmen konnte. Sie stiftete aber ein kostbares Erinnerungsband, welches in ihrem Namen an die Feuerwehrfahne geheftet wurde.

1974 trat der bisherige Vorstand Josef Blaschko zurück. Nachdem sich aus der Versammlung kein Nachfolger fand, übernahm Rudolf Hager kommissarisch den Posten bis zu den nächsten Wahlen. In des Jahr 1974 fiel auch die Anschaffung eines neuen Löschgruppenfahrzeugs LF 8 Unimog. Hierbei gebührt dem damaligen Kumreuter Bürgermeister Hanns Gruber und seinem Gemeinderat unserer besonderer Dank. Im festlichen Rahmen wurde das neue Fahrzeug am 12. Oktober 1974 durch Herrn Pfarrer Walter Pelzel eingeweiht. Der Kauf dieses geländegängigen Fahrzeugs bedeutete eine enorme Steigerung der Schlagkraft der Kumreuter Wehr. Der Verein beteiligte sich mit DM 5000 bei der Finanzierung.

Bei der Generalversammlung im Februar 1975 wählten die Mitglieder wieder eine neue Vorstandsschaft. Nachdem Karl Wimberger eine erneute Kandidatur ablehnte, wurde Max Dietrich zum 1. Kommandanten gewählt, sein Stellvertreter Franz Seibold jr., Vorstand wurde Rudolf Hager, Schriftführer und Kassier Ernst Groß.

Die Ausbildung der Mannschaft erfuhr in diesen Jahren eine ständige Verbesserungen, mehrere Löschgruppen legten Leistungsprüfungen ab, eine Jugendfeuerwehrgruppe wurde gebildet. Auch die Funkalamierung wird 1976 installiert. Die Sirene wird jetzt auch durch die Polizei in Freyung ausgelöst . 1978 war dann auf Grund der kommunalen Gebietsreform die Auflösung der Gemeinde Kumreut. Der südliche Teil und damit auch auch Kumreut wird in den Markt Röhrnbach eingegliedert.

 

 

Bürgermeister Gruber appellierte in seiner letzten Generalversammlung als Kumreuter Bürgermeister im Februar 1978, trotz einer anderen Gemeindezugehörigkeit, der Feuerwehr Kumreut die Treue zu halten. Im gleichen Jahr wird zusammen mit dem Sportverein Kumreut das „1. Kumreuter Dorffest“ gefeiert. 17 Jahre lang war dieses Fest ein gesellschaftlicher und kultureller Höhepunkt im Dorf Kumreut und seiner Umgebung, welches durch die Auflösung der Gemeinde viel von seiner bisherigen Stellung verloren hatte. Musikkapellen aus der Region, aber auch aus Österreich und Südtirol sorgten für Stimmung und Unterhaltung. Leider musste dieses schöne fest, welches schon zur Tradition geworden war, im Jahre 1994 aus Kostengründen eingestellt werden.

Auf dem Ausbildungssektor legt 1978 eine erste Gruppe die Prüfung zum Jugendleistungsabzeichen ab.

Bei der Versammlung im Januar 1979 wurde der ehemalige Bürgermeister Hanns Gruber von der Feuerwehr verabschiedet. Kommandant Dietrich würdigte die Verdienste Grubers und dankte ihm im Namen der Feuerwehr. Im gleichen Jahr fand auch der Wettbewerb der Jugendfeuerwehren des Altlandkreises in Kumreut statt. 1980 wurde wieder eine Vorstandschaft gewählt. Kommandant Dietrich gab bekannt, dass er aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nicht mehr weiterführen könne. Die anschließende Wahl brachte folgendes Ergebnis: Vorstand Rudolf Hager, 1. Kommandant Franz Seibold jr., 2. Kommandant Ludwig Moosbauer, Schriftführer und Kassier ernst Groß. 1981 legte Moosbauer sein Amt nieder, es wurde Johann Drexler zum 2. Kommandanten gewählt.

Die Marktgemeinde Röhrnbach und unsere Wehr sorgten weiterhin für die Zeitgemäße Ausrüstung. 1984 erhielt die Feuerwehr eine neue Tragkraftspritze TS 8/8. Aus der Feuerwehrkasse wurden 2000 DM beigesteuert. Die ersten Funkgeräte wurden ebenfalls gekauft.

Bei den Vorstandswahlen 1985 wurde die bisherige Vorstandschaft in Ihren Ämtern bestätigt ; als zusätzlicher 3. Kommandant wurde Max Scherer gewählt . Bei dieser Wahl erläuterte Eder den Wahlmodus nach dem neuen Feuerwehrgesetz. Danach fällt die Wahl des Kommandanten und seines Stellvertreters in die Zuständigkeit der Gemeinde; Wahlberechtigt sind nur aktive Mitglieder, während die übrige Vorstandschaft von allen Mitgliedern gewählt wird. Im Rahmen des „Kumreuter Dorffestes“ wurde die neue Tragkraftspritze durch Herrn Pfarrer Walter Pelzel geweiht.

 

 

1985 erreichte erstmal eine Gruppe die höchste Stufe (Gold/rot) eines Leistungsabzeichens. Hier lesen wir die Namen: Franz Seibold, Johann Drexler, Franz Voggenreiter, Johann Höppler, Josef Schwarz, Josef Drexler, Josef Scholler, Ludwig Moosbauer. Im Januar 1986 trat Vorstand Rudolf Hager zurück. Sein Amt übernahm Johann Höppler.

1988 fasste man den Plan, ein neues LF 8 zu kaufen. Nachdem sich dies auf Grund anderweitiger Verpflichtungen der Gemeinde in absehbarer Zeit nicht verwirklichen ließ, entschlossen sich Vorstandschaft und Mitglieder nach einem gebrauchten Tanklöschfahrzeug Ausschau zu halten. Im April 1988 ging dieser Wunsch in Erfüllung. Von der FF Neufahrn bei Freising konnte ein gebrauchtes TLF 16 zum Preis von 35000 erworben werden. Die Wehr trug den namenhaften Betrag von 30000 DM bei , den Rest von 500 DM sowie die Ausrüstung in Höhe von 10000 DM übernahm die Gemeinde Röhrnbach. Am Dorffestsonntag des Jahres 1988 erteilte Herr Pfarrer Pelzel nach einem Gottesdienst den kirchlichen Segen. Mit dieser Anschaffung war nunmehr der optimale Aufrüstungszustand gegeben. Bei der Generalversammlung im März 1991 wurde die Vorstandschaft wie folgt gewählt: 1. Vorstand Johann Höppler, 2. Vorstand Max Scherer, 1. Kommandant Franz Seibold, 2. Kommandant Max Bableck jr., Schriftführer und Kassier Ernst Groß, Jugendwart Otto Bableck und Fahrzeugwart Hans Haas. In dieser Versammlung wurde als nächste Maßnahme die Renovierung des Gerätehauses mit Einbau eines Schulungsraumes besprochen. 1994 beschließt die Versammlung, die Baumaßnahmen in Eigenregie in Angriff zu nehmen, da auf Grund der angespannten Finanzlage des Staates in nächste Zeit mit Zuschüssen nicht zu rechnen ist und das Genehmigungsverfahren sich schon 3 Jahre hinzieht.

Noch im Jahre 1994 konnte mit dem Bau begonnen werden. An die 1500 Arbeitsstunden wurden noch im gleichen Jahr von den Feuerwehrmännern unentgeltlich geleistet. Auch viele Nichtmitglieder haben mit geholfen oder durch Spenden zum Gelingen beigetragen. 1996 konnte die Baumaßnahme abgeschlossen werden. Bei der Generalversammlung im Februar 1997 gab Kommandant Seibold einen Überblick auf die Gesamtkosten. 30000 DM aus der Feuerwehrkasse, 28000 DM Leistungen der Gemeinde Röhrnbach und viele freiwillige Leistungen trugen zur Verwirklichung des Vorhabens bei.

 

Im Jahre 1998 feierte die Freiwillige Feuerwehr Kumreut das 100-jähirge Gründungsfest. Das Fest erstreckte sich insgesamt auf drei Tage, für die über 1.000 Vorbereitungsstunden nötig waren. Im selben Jahr trugen die Wehrmänner den Ehrenkommandanten, Franz Seibold zu Grabe.

 

Im darauffolgenden Jahr beglückwünschte uns der damalige Bürgermeister Josef Eder bei der Generalversammlung, dass wir die erste Jugendgruppe in der gesamten Gemeinde Röhrnbach auf die Beine gestellt haben.

Ebenfalls fasste man 1999 den Entschluss, ein neues LF 8/6 anzuschaffen.

Seit dem Jahr 2000 konnten auch Frauen der Feuerwehr beitreten.

 

Bei der Jahreshauptversammlung 2002 legte der damalige Jugendwart Thomas Reihofer sein Amt nieder.

Das gleiche Jahr brachte der Feuerwehr Kumreut ein neues Löschfahrzeug (LF (8/6), das mit Gesamtkosten in Höhe von 375.000 DM zu Buche schlug. Die Wehr trug mit 30.000 DM aus eigen Mitteln einen kleinen Teil zum Gesamtbetrag bei.

 

Im Jahre 2003 standen wieder Wahlen auf dem Programm. Franz Seibold legte aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Kommandant nieder. Zum neuen 1. Kommandanten wurde Armin Kroiß von den versammelten Mitgliedern einstimmig gewählt. Als 2. Kommandant wurde Johann Holler gewählt. Johann Höppler bekleidet auch zukünftig das Amt des 1. Vorstandes, sein neuer Stellvertreter ist Alexander König. Kassier und Schriftführer blieb weiterhin Ernst Groß.

Überschattet wurde dieses Jahr mit dem Tod von Franz Seibold, nur wenige Wochen nach der letzten Generalversammlung.

 

2005 absolvierten wir gemeinsam mit der Patenfeuerwehr Rain (OÖ) das erste gemeinsame Leistungsabzeichen.

 

2006 konnten wir wieder eine 9-köpfige Jugendgruppe bilden. Der Jugendleiter war Michael Ranzinger.

 

2007 revolutionierte die Einführung der SMS-Alarmierung die Feuerwehr Kumreut. Ab sofort erhielten im Ernstfall alle Kameraden eine SMS, mit der Einsatzmeldung.

 

2009 standen bereits die nächsten Vorstandschaftswahlen an:

Aufgrund eines schweren Verkehrsunfalls unseres damaligen Kommandanten Armin Kroiß legte dieser sein Amt nieder. Auch Alexander König trat als 2. Vorstand zurück. Das freigewordene Kommandantenamt übernahm Johann Holler. Neuer 2. Vorstand wurde Rolf Lechner. 1. Vorstand blieb Johann Höppler. Ernst Groß war auch weiterhin Kassier und Schriftführer. Der Posten des 2. Kommandanten blieb bis auf weiteres unbesetzt, das aber ca. 2 Wochen nach den Wahlen Johann Drexler sen. übernahm.

 

Nach 1-jähriger Amtszeit legte auch Johann Holler den Posten des 1. Kommandanten nieder. Er nannte berufliche Gründe. Zum neuen 1. Kommandanten wurde Willibald Mandl gewählt. 2. Kommandant blieb Johann Drexler sen. . Der langjährige Vorstand Johann Höppler erhielt für seine herausragenden Dienste rund um die Feuerwehr Kumreut die silberne Marktmedaille.

 

2011 wurde beschlossen, dass ein neuer MTW angeschafft werden soll.

 

2012 traten die beiden Vorstände Johann Höppler, der das Amt 24 Jahre lang ausführte, und Rolf Lechner zurück.

Zum neuen 1. Vorstand wurde Max Bableck gewählt, neuer 2. Vorstand ist Helmut Fastner.

 

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