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Helm bei Motorradunfällen

Lange hieß es in Erste-Hilfe-Kursen: Nach einem Motorrad-Unfall "Hände weg vom Helm!". Neue Erkenntnisse der Unfallforschung zeigen, dass es grundsätzlich besser ist, dem Verunglückten den Helm abzunehmen. Die Gefahr des Erstickens ist viel größer als das Risiko, ihn beim Abnehmen des Helms vorallem im Halswirbelbereich noch weiter zu verletzen. Bsonders bei Ohnmächtigen ist die Erstickungsgefahr beispielsweise durch Erbrochenes groß. Jedoch sollte man eine spezielle Technik verwenden um das Verletzungsrisiko der Halswirbel so gering wie möglich zu halten.

  • Grundsätzlich ist es besser den Helm immer zu zweit abzunehmen. Einer fixiert den Kopf, der andere versucht vorsichtig den Helm abzunehmen.
  • Als erstes das Visier öffnen, dann den Kinnriemen. Dazu fasst einer der Helfer die Helmunterkante und den Unterkiefer und zieht den Kopf ganz leicht in Längsrichtung. Der zweite Helfer öffnet den Kinnriemen.
  • Nun übernimmt der erste Helfer die Fixierung des Kopfes, greift mit einer Hand unters Kinn, mit der anderen unter den Hinterkopf und streckt den Kopf ganz leicht nach hinten. So kann der andere Helfer den Helm vorsichtig nach oben abziehen.
  • Wichtig: Nach Abnahme des Helmes weiter den Kopf fixieren, bis der Rettungsdienst eintrifft.
  • Ist der Motorradfahrer bewusstlos, aber die Atmung ist vorhanden, dann bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage und kontrollieren die Atmung . Beim vorsichtigen zurück beugen des Kopfes den Unterkiefer vorziehen und Erbrochenes oder andere Fremdkörper, z. B. Zahnprothesen, aus dem Mund entfernen.
  • Bei ausbleibender Atmung bzw. Herzstillstand sofort mit Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen.
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